Werk.

12.02.2021 · Interview.

Wenn die Welt zur Villa wird.

Zeitfragen. Deutschlandfunk Kultur.
Erstveröffentlichung: 12.02.2021

2020 hätte das große Jahr von Marlene Streeruwitz werden sollen. Ihr Verlag S. Fischer widmete der österreichischen Schriftstellerin allein eine Ausgabe der renommierten „Neue Rundschau”, der Preis der Literaturhäuser für ihr Lebenswerk sollte sie durch die deutschsprachige Welt reisen lassen. Es schien, als würde sie im 70. Lebensjahr große Anerkennung erfahren und ihr Werk sich runden. Doch dann kam der Virus, und mit ihm kamen die Ausnahmezustände: im Literaturbetrieb und in der Welt. Streeruwitz war auf sich allein gestellt. Statt New York, London und Wien oder zumindest Berlin, Zürich und Wien bestand die Welt nur noch aus einer Villa im Abseits, irgendwo in der österreichischen Hauptstadt. Das schwere Jahr machte auch vor dem Körper der sonst so unerschrocken wirkenden Schriftstellerin nicht Halt: Sie wird krank. Und doch gibt es neue Hoffnung. Eine Annäherung in pandemischen Zeiten und ein Blick in ein stillgestelltes Leben.

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