2008/09/15
Der Tante Rosa war es dann sehr schlecht gegangen. Die Tante Rosa regte sich fürchterlich über die Bankenkrise in Amerika auf. Sie hätte gar nichts da zurücklassen sollen, jammerte sie. Es kämen ja bei solchen Krisen immer die kleinen Leute so wie sie zum Handkuß für die Schweinereien der Manager. Die hätten sich ja ihre [...]
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2008/09/06
Das Selbst dem Selbst verbergen DER STANDARD, Print, 6./7.9. 2008 Geschlechtsneutral. Das ist ein Wort, das klingt nach Wissenschaftlichkeit. Nach Vernunft. Und nach Entkommen in etwas Höheres. Geschlechtsneutral. Das scheint einen Ort zu beschreiben, an dem es diese “Probleme” mit dem Geschlecht nicht geben muß, die in einer christlich grundierten Kultur ja doch für alles [...]
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2008/09/05
Barbara hatte den Pauli in Den Haag nicht treffen können. Der Pauli hatte bei seiner Mutter bleiben müssen. Die hatte einen Schlaganfall erlitten und er konnte nicht weg. Er war die einzige Person, auf die sie reagierte. Barbara hatte in Den Haag beim Galeristen gewohnt. Das war nett gewesen. Die ganze Familie war von Anelka [...]
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2008/08/27
Die Tante Rosa hatte dann zuerst geglaubt, ein Einbrecher versuche in das Haus einzudringen. Jemand versuchte das Schloß zu öffnen. Der Schlüssel paßte aber nicht und die Person vor der Tür schlug auf das Schloß ein. Da dachte die Tante Rosa, daß ein Einbrecher das nicht tun würde. Die Tante Rosa hatte im Internet die [...]
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2008/08/21
Barbara war wieder allein. Der Pauli hatte ausreisen müssen. Erstens war seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert worden. Er hatte nicht genügend Prüfungswochenstunden vorlegen können. Und dann waren nicht mehr die vorgeschriebenen 5.000 Euro auf dem Sparbuch. Das war alles wegen der Geburt des Babys. Barbara hatte am Ende der Schwangerschaft sehr viel liegen müssen und hatte [...]
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2008/08/13
Nadine muß nach München fahren und die Tante Rosa und ihre 5 Riesenkoffer vom Flughafen abholen. Die Tante Rosa ist die sehr viel ältere Halbschwester von Nadines und Barbaras Müttern. Sie war ein uneheliches Kind, das die Großmutter mit 17 Jahren bekam. Lange bevor sie dann Nadines und Barbaras Großvater heiratete. Es hatte im Dorf [...]
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2008/08/01
Die österreichische Autorin Marlene Streeruwitz macht ihrem politischen Unmut anlässlich der Nationalratswahlen 2008 literarisch Luft. Weil sich ja nichts verbessert hat. Weil die Politik wieder nur sich selbst verwaltet hat. Weil es ganz gleichgültig war, wie das bißchen Politik, das passierte, sich in die Leben schlägt. Weil weiterhin die Regierenden die Herrschenden sind und die [...]
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2008/07/12
Von Macht und Mieten. Die Konditorei Lehmann am Wiener Graben. Die gab es für mich schon immer. Für mich war das ein Ort, an dem ich ein Wienerisch-Sein beigebracht bekam. Am 15. Juli schließt sie für immer. So ist das Leben? Nein, so ist der Markt! Aus: Die Presse Spectrum, 12. Juli 2008
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2008/03/22
Transform 2/2008 The young woman, who wants to write an essay on Beauvoir tells me, she would not enjoy reading her. “It really gets you down,” she says. She looks at the table and pushes the microphone back and forth. She says this sullenly. A bit defiantly. And hurt.
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2008/03/13
In: ORF , 13. März 2008. Dieser 13. März 1938. Wir haben nur die Bilder der Macht, uns ein Bild zu machen. Wir kennen nur den Jubel und die Zustimmung. Wir haben nur die seelenvoll lächelnd leuchtenden Gesichter der Beglückten zur Erinnerung an diesen Tag. Von den Unglücklichen wird uns kein Bild gelassen. Erst als [...]
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