Archive for the ‘Ausstellung – Die Zeit danach’ Category

13. Jänner 2010.

13.1.2010 Wir hatten recht, und wir machten es richtig. In der Rückschau. Das Jahr 2000 in der österreichischen Politik war der Beginn einer Verwandlung, in die wir gezwungen wurden. Diesem Zwang ganz einfach davonzugehen war die richtige Antwort. Und die einzige. Im Jahr 2000 wurden wir mithilfe der Effizienzideologie in eine postmaterialistische Welt eingewiesen, in [...]

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Sätze. Leicht hingesagt. Öffentlich.

20.5.2003 Wie das so geht. Die Trennung von Politik und Ethik. „….Ich sagte, die Volkspartei muß eine laute Stimme gegen Gewalt und Radikalisierung, Radikalismus, Extremismus in der Welt sein. Und wir haben in der Bewahrung der Kinderrechte, in den Strafbestimmungen auch international, Internetmißbrauch, all diese grauenhaften Dinge, die Kindern heute angetan werden, nur um die [...]

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Warum ich nicht mehr einschalten werde. Beim philosophischen Quartett.

24.1.2002 Ein bißchen hat es mich an diese talk show erinnert. Vor nun fast genau 2 Jahren. Als Böhme und Giordano und andere ehrwürdige Oldies Jörg Haider hierher kommen ließen. Nach Berlin. Und ihn vorführen wollten. Und es dann ganz anders kam. Damals redeten nachher alle davon, wie Jörg Haider als Sieger ausstieg. Diesmal ist [...]

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Da darf man sich nicht wundern.

1.8.2001 Verachtung ist der erste Schritt der Ausschließung. Achtung. Das ist Rücksicht, Wertschätzung, Anerkennung. Achtung. Das muß in Österreich durch aktive Teilnahme an der Gesellschaft verdient werden. Bei uns erwirbt sich Achtung mit Anpassung. Aktive Anpassung muß das sein. Die österreichische Person muß ihren Willen zur Teilnahme nachweisen. Weil es aber nun nichts Österreichisches gibt. [...]

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Die Poetik des Widerstands.

30.1.2001 “Wichtig ist, daß wir die Diagnosen, wo der autoritäre Charakter in unserer Kultur archiviert wird, noch deutlicher, noch öfter stellen müssen.” Marlene Streeruwitz im Gespräch mit Walter Baier. Du schreibst: “Das Patriarchat wird heute durch das Geld repräsentiert. Und wenn wir nicht vom Patriarchat wegkommen, werden wir nirgends hinkommen.” Aber wie kommt man vom [...]

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Mein Jahr auf der Straße.

24.1.2001 Es war nur ein halbes Jahr Donnerstage auf der Straße in Wien. Das andere halbe Jahr war ich in Chicago. Da gab es einen kleinen, von der Polizei verteidigten Kukluxclanaufmarsch. Und dann waren da natürlich die republikanischen Proteste für George Bush gegen Al Gore vor dessen Residenz in Washington und vor den jeweiligen Gerichtsgebäuden. [...]

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Als könnte von vorne begonnen werden. Beim Gehen durch Wien.

27.12.2000 Vom Balkon im obersten Stock des Hotel Bristol fotografiert ein Mann. Er reagiert nicht auf Winken. Er fotografiert weiter. In der Taubstummengasse drängen sich Partygäste an den Fenstern in der Belletage. Sie halten die Hände neben die Gesichter, um in die Dunkelheit hinaussehen zu können. Auf die Straße hinunter. Auf die Demo. Wir winken [...]

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Was unrichtig beginnt.

11.9.2000 Was unrichtig beginnt, nützt immer den Falschen. Die panische Sofortreaktion der EU gegenüber der ÖVP-FPÖ Regierung hat gerade dieser Regierung eine Bühne weinerlich selbstgerechter Selbstdarstellung geschaffen. Ein 7 Monate dauerndes Ablenkungsmanöver ist das nun geworden. Große Auftritte von Beziehungswahn und Verfolgungswahn. Auf österreichisch. Dieses „Ich bin ja gegen die FPÖ in der Regierung, aber [...]

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Fünf Interview-Fragen.

1.8.2000 Liebe Frau Streeruwitz, ich schicke Ihnen hiermit, wie besprochen, die fünf Interview-Fragen. Da das Interview noch in der Ausgabe dieser Woche erscheinen soll, bräuchte ich die Antworten bis morgen 13.00 Uhr an die obengenannte Adresse. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe und hoffe, daß wir uns bei Gelegenheit auch mal persönlich kennenlernen werden — [...]

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„Gegen die tägliche Beleidigung.“* Oder. Wie läßt sich auf der Bühne politisch werden.

18.7.2000 Ein Theater der Katharsis ist unpolitisch. Wenn die stockende Masse Theaterbesucher in den einen gemeinsamen Seufzer ausbricht, dann ist das in dieser Entlastung die Zustände immer affirmierend. Geseufzt wird ja schließlich nach dem Dolchstoß und seinen Todesfolgen. Und. Wenn dieses „Ach. Wie tragisch!“ die Kehlen einschnürt. Und das Wieder Luft Holen danach dann so [...]

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