Gegen die tägliche Beleidigung.
Vorlesungen und Vorträge aus den Jahren 2000 bis 2004.
“Wir wollen hier sehr vorsichtig eine Unsicherheit in Bezug auf die Texte herstellen.”
Bei den Demonstrationen im Jahr 2000 gegen die Rechtsregierung in Wien ging immer ein junges Paar. Sie trugen ein Plakat mit sich: „Gegen die tägliche Beleidigung“ stand auf den Deckel einer Obstkiste geschrieben. Sie trugen das Plakat gemeinsam, eng aneinadergelehnt.
Gegen die Verächtlichkeit von Macht ging es da. Gegen die sichtbare Beleidigung aller außerhalb der Gemeinschaft der Mächtigen. Aber wie kommt es zu Macht? In welchen Verhüllungen und Verkleidungen tritt sie auf?
Marlene Streeruwitz übersetzt in einem Streifzug durch Texte der Hochkultur und des Trivialen diese Texte ins Wörtliche und kommt so der Architektur der Macht auf die Spur. Das ist eine leidenschaftliche Reise mit Hilfe von Verlangsamung und Untertönung, die Frage entlang, wie die Erzählung von der Macht weitergegeben wird. Das Ergebnis ist eine vorsichtige Eroberung ertragbarer Unsicherheiten und die Erkenntnisse daraus.
192 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-10-074428-9
Fischer Verlag 2004
Gattung: Essay/s
Fischer Verlag, erhältlich bei amazon